Das Bild des Jägers

Das Bild des Jägers hat sich heute grundlegend geändert. Die Zeiten, in denen der Weidmann, gerade beim Niederwild, aus dem Vollem schöpfen konnte, sind vorbei. Den "Jäger aus Kurpfalz", der durch den grünen Wald reitet und das Wild schießt, gleich wie es ihm gefällt, sollte es nicht mehr geben. Der Gesetzgeber schiebt uns hier einen Riegel vor. Der moderne Jäger zeichnet sich durch seinen Sachverstand, seine Liebe zur Natur und sein Engagement zum Erhalt einer gesunden Tier- und Pflanzenwelt in unserer Landschaft aus.

Die Ausbildung in der Jagdschule Rehse

Er ist ein Umweltschützer, der nicht von Ideologien geprägt ist. Er ist nicht getrieben, jedes Lebewesen zu töten, welches ihm vor die Waffe kommt. Er wirkt gestaltend in seinem Revier. Mit hochgekrempeltem Ärmel soll er seinen Sachverstand zum Schutz der Natur einsetzen. Gern verzichtet er auf die Hasentreibjagd, es sind viel zu wenige geworden in seinem Revier. Dafür pflanzt er Hecken, Gebüsche, gestaltet Waldränder und schafft so Deckung und Äsung- nicht nur für den Hasen. Viele Tiere - auch auf der roten Liste - profitieren davon. Die Lorbeeren ernten oft andere, die diese Flächen unter Schutz stellen, weil hier plötzlich wieder seltene Arten leben...

Die Ausbildung in der Jagdschule Rehse

Der Jäger hat es heute in der Öffentlichkeit schwer. Der (moderne) Mensch unserer Industriegesellschaft hat sich so weit von der Natur entfernt, dass das Töten, was früher in Form der Hausschlachtung in jedem Dorf selbstverständlich war, heute zur archaischen Barbarei abgestempelt wird. Töten gehört zum Leben, wie das Leben zum Töten. Wer die jagdliche Regulation des Schalenwildes verbieten will, soll mir eine Lösung vorschlagen. Er wird sie nicht finden. Enorme Massenvermehrungen wären die Folge, untragbare Wildschäden in der Landwirtschaft und in unserem Wald, der sowieso schon schwer zu leiden hat, wären die Quintessenz. Und da der Mensch mit seinem Lebensraumanspruch die Großraubtiere vielerorts ausgerottet hat, könnte auch hier keine Regulation durch Großprädatoren mehr erfolgen. Massensterben durch Seuchen und Krankheiten wären die Folge. Schweinepest, Tollwut und Maul- und Klauenseuche würden um sich greifen und Mensch und Haustier gefährden. Würde der Jäger hier nicht eingreifen, wären Schäden in Wald und Feld unvermeidbar. Wer will das? Bundes- und Landesjagdgesetz weisen uns den Weg: §1 (2) Bundesjagdgesetz: "Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen ..."

Die Ausbildung in der Jagdschule Rehse

Unsere heutige Kulturlandschaft verträgt nur einen bestimmten Teil an Wildtieren. Es liegt an uns, einen artenreichen und gesunden Wildbestand zu hegen. Aus diesem Grund schreibt der Gesetzgeber auch vor, dass unsere Landschaft, bis auf Ausnahmen, nicht unbejagt bleiben darf. Die Gründe wurden oben angeführt. Der Jäger jagd aber sicher nicht nur aus diesem Pflichtbewusstsein heraus, sondern weil es auch seiner Passion entspricht und er die Natur um sich herum intensivst erlebt. Er sieht sich als ein Teil des Ganzen im Kreislauf des Lebens und sollte immer positiv gestaltend wirken. Es ist für ihn eine große Freude und zugleich tiefstes Empfinden, am gestreckten Stück zu stehen und den letzen Bissen zu reichen.

Weidmannsheil
Ihr
Gösta Rehse

Das Bild des Jägers bei der Jagdschule Rehse Das Bild des Jägers bei der Jagdschule Rehse auf der Laserschießbahn Das Bild des Jägers bei der Jagdschule Rehse Das Bild des Jägers bei der Jagdschule Rehse auf der Laserschießbahn Das Bild des Jägers bei der Jagdschule Rehse auf der Laserschießbahn